Oederquart im Januar 2008

Liebe Tierschutzfreunde,

rasend schnell ist wieder ein Jahr vergangen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Ihnen für Ihre so wichtige finanzielle Unterstützung,
sei es durch Patenschaft für einen von Ihnen ausgesuchten Schützling, einer einmaligen Spende, Pakete für die Hunde, oder Ihrer Mitgliedschaft ganz herzlich bedanken.

Ohne Ihre Hilfe wäre unsere Arbeit überhaupt nicht möglich!
Sie sind die „Stützpfosten“ unseres Vereins!

Die meisten Hunde konnten nur durch Sie gerettet werden und sie verdanken Ihnen ihr Leben. Diese armen Geschöpfe wissen nicht, dass Sie geholfen haben, aber sie danken es mir jeden Tag mit ihrem Lächeln und ihrer wiedergewonnenen Lebensfreude.
Vielleicht können Sie sich noch an manch einen Namen erinnern?

 

TOTO, Welpe, angefahren am Straßenrand liegen gelassen, ich selbst fand ihn dort völlig ausgetrocknet mit Zecken total übersät, blutleer. Die Tierärzte wollten ihn erst nicht mehr behandeln, zu schwach, zu krank, aber er hatte einen unbändigen Lebenswillen und hat es durch Ihre finanzielle Hilfe geschafft – Danke! Heute lebt er glücklich in „seiner Familie“!

 
ONA, die Gute, sie starb in der Klinik, aber wir haben alles versucht, ihr Lebenswille war gebrochen, zu viel seelischen Schmerz musste sie vorher ertragen, Ona musste nicht auf der Strasse sterben, ein Trost für mich.

 
SANTOS, wurde in einem Karton bei einem Händler abgestellt, ich nahm ihn auf und dann bekam er die so gefürchtete Parvovirose, Santos überlebte dank der medizinischen Behandlung und der Früherkennung, Ihnen hat er sein Leben zu verdanken.

Santos wartet noch geduldig auf „seine Familie“.

 
PÜNKTLI, als Welpe angefahren und auf der Strasse liegen gelassen, kleine offene Wunden, viele Prellungen, Bruch des Vorderbeines, Pünktli ist wieder ganz gesund geworden, auch nur durch Sie! Danke im Namen von Pünktli!

 
Ich könnte noch sooo viele aufzählen, aber es würde einfach hier den Rahmen sprengen.

 
Diese 4 oben genannten Namen stehen für ganz viele Hunde, denen wir nur helfen konnten, weil Sie uns unterstützen. Es gibt noch so viele arme Wesen, die auf Ihre und unsere Hilfe warten!

 Vielen Dank, Ihre Sabine Heuser

Ilena möchte Ihnen auch noch etwas erzählen!

Ich bin Ilena,

seit über 3 Jahren lebe ich in meiner Familie „Cora Tierschutz“.
Ich weiß, viel Zeit bleibt mir nicht mehr, aber ich möchte Ihnen hier „meine Geschichte,“
„mein Leben“ erzählen.
Schon sooo lange bin ich krank, bekomme oft schlecht Luft zum atmen – aber noch habe ich nicht aufgegeben und es gibt Tage, da springe ich sogar noch durch den Garten.
Mittlerweile ist meine Haut vom Cortison brüchig geworden und mein Gewicht
ist für meine dünnen Beinchen viel zu schwer (sagt Frauchen).

Wissen Sie, meine Lunge und Bronchien sind von Bakterien besetzt und keine Antibiotika
konnte mir bisher helfen, aber noch will ich leben!

Ich lebte einst mit meinen Welpen in einer Felshöhle, sie war nass und dunkel, da wurde ich so krank.. Die Höhle durften wir nur einmal in der Woche, manchmal auch nur alle 2 Wochen, wenn mein Herr Zeit hatte, verlassen, ich sollte ein Jagdhund sein. In unserer Felshöhle gab es kein Tageslicht. Es war eine schlimme Zeit. Viele meiner Freunde sind damals vor meinen Augen verhungert oder an Krankheiten gestorben, wen kümmerte es. Ich wollte schon gar nicht mehr leben, aber meine Babys gaben mir die Kraft zu überleben.
Dann, eines Nachts wurde die geschlossene Luke aufgebrochen und ein Mensch sprang in die Höhle. Meine Welpen und ich wurden nach draussen gebracht, was hatten wir eine Angst!

Leise Stimmen von zwei fremden Menschen wollten uns ständig beruhigen und es gelang ihnen sogar. Sie brachten uns in ein Auto und wir fuhren eine ganze Weile. Diese Frau, die uns da rausgeholt hat, erzählte ständig, dass wir es nun geschafft hätten und uns nichts mehr passieren würde. Ja, so war es dann auch.

Lange Zeit lebte ich in einer Finca mit ganz vielen anderen Hunden in Spanien. Meine Kinder, Ibo und Ilse durften bei mir bleiben, bis sie vermittelt wurden. Frauchen erzählte mir, dass Ibo und Ilse zusammen in einer Familie leben, diese Glücklichen, sie haben es geschafft!

Ich werde wohl nicht mehr „meine Familie“ finden, aber ich habe mehr als ich es je erhofft habe. Täglich bekomme ich zu essen, zu trinken, meine so wichtige Medizin und – wenn ich kann, dann spiele ich sogar manchmal noch. Ich weiß, meine Zeit ist sehr begrenzt, aber ich werde geliebt, gestreichelt und umsorgt.

Frauchen sagt, dies alles ist nur möglich, weil es Menschen gibt, die ihr helfen.

 Ich danke Euch für jeden Tag meines Lebens, Eure Ilena