Erste Hilfe bei Hunden

(mit frdl. Genehmingung von www.pastoraleman.de)

Blutungen     Epilepsie    Hitzschlag    Infektionen    Insektenstiche    Magendrehung    Schock    Würmer    Unterkühlung    Erfrierungen    Nasenspiegelentzündung    durchgelaufene, wunde Pfoten   

 

Grundsätzlich - Bewahren Sie Ruhe, es sieht meist schlimmer aus als es ist!

Der Kraftwagenverbandkasten bietet ausreichendes und bestens geeignetes Material, auch um den Hund zu versorgen.

Blutungen

Blutstillung:
Starke Blutungen
Fixieren Sie den Hund gut, damit er sich nicht bewegen kann. Üben Sie direkten Druck mit einer Kompresse oder sauberen Tuch auf die Wunde aus. Fixieren Sie den Druckverband mittels Bandage. Sobald die Blutung steht ist der Druck nicht weiter zu erhoehen - aber auch nicht nachlassen.

 

Sehr starke Blutungen (arterielle Verletzungen)

Kann eine Blutung an den Gliedmaßen oder an der Rute (Schwanz) nicht durch einen Druckverband unter Kontrolle gebracht werden, kann die entsprechende Extremität oberhalb der Verletzung abgebunden werden. Das Tier sollte sofort einem Tierarzt vorgestellt werden. Eine einmal angelegte Abbindung bleibt bestehen und wird erst beim Arzt geloest. WICHTIG; nach etwa 2 Stunden beginnt der Zerfallsprozess des Gewebes. Innerhalb diesen Zeitraumes muss die aerztliche Versorgung eingesetzt haben!

Leichte Blutungen

Blutungen, bei denen keine größeren Gefäße verletzt sind (Schürfwunden und oberflächliche Schnittwunden, bei denen die Wunde nicht klafft), werden am besten durch gleichbleibenden, mehrere Minuten andauernden Druck gestoppt. Dazu eignet sich eine sterile Kompresse oder ein sauberes Stück Stoff, welches auf die Wunde gedrückt wird. Kommt die Blutung nach einigen Minuten nicht zum Stillstand können Sie die Wunde mit einem Kühlakku oder Eisbeutel aus dem Gefrierschrank kühlen. Drücken Sie den Eisbeutel nicht direkt auf die Wunde (Erfrierungsgefahr), sondern llassen Sie die Wundauflage zwischen Wunde und Kühlpackung.

Reinigen Sie die Wunde nicht, bevor die Blutung steht. Vermeiden Sie reiben oder betupfen der Wunde.

 

Epilepsie (Krampfanfaelle)

Krampfanfälle zeigen sich als plötzlich auftretende kurze Kontraktionen der Muskulatur, die oft schnell wieder vorübergehen. Sie können aber nach einiger Zeit spontan wieder auftreten. Jeder Zustand, bei dem Krampfanfälle erneut auftreten, wird als Epilepsie bezeichnet. Epileptische Krampfanfälle entstehen durch abnormale elektrische Entladungen des Gehirns, bei denen die normalen Gehirnfunktionen gestört werden. Diese Funktionsstörungen werden durch übererregbare Nerven verursacht.

Wir unterscheiden:

Die primäre Epilepsie:

Sie ist eine angeborene Krankheit, deren Ursachen weder klinisch noch pathologisch festgestellt werden können.

Die sekundäre Epilepsie:

entsteht als Folge von anderen Erkrankungen oder Verletzungen. Ursachen können u.a. sein: Kopfverletzungen (Gehirnerschütterung), Tumore, Angeborene Störungen (Wasserkopf), Infektionen (Staupe, Entzündungen des Gehirns, wie Zeckenenzephalitis) Stoffwechselstörungen oder Vergiftungen.

Die Anzeichen sind haeufig:

Vor den Auftreten eines Anfalles sind die Tiere unruhig, manchmal sehr ängstlich und machen einen verwirrten Eindruck. Der eigentliche Anfall tritt sehr plötzlich auf. Die Tieres werden meist bewußtlos, liegen auf der Seite oder sitzen in angespannter Körperhaltung. Zuerst sind die Gliedmaßen einige Sekunden lang starr gestreckt, dann folgen Krampfartige Bewegungen (Schaumiger Speichel tritt aus dem Maul) und die Tiere bewegen die Gliedmaßen unkontrolliert. Dieser Krampfanfall kann einige wenige Minuten bis mehrere Minuten andauern. Die Tiere Speicheln sehr stark und setzen moeglicherweise unwillkürlich Harn und Kot ab. In der Erholungsphase kann das Bewußtsein der Tiere bis zu mehreren Tagen nach dem Anfall gestoert sein. Treten die Anfälle in kurzen Abständen immer wieder auf oder dauern sie länger als 15 Minuten bedeutet dies Lebensgefahr für das Tier: Tierarztbesuch zwingend erforderlich.

Erste Hilfe – Maßnahmen
Das Tier während des Anfalles nicht am Bewegen hindern oder gar die Beine festhalten. Sorgen Sie nur dafuer das der Spreichel aus dem Maul abfliessen kann und halten Sie, falls moeglich einen Stock oder die Leine zwischen die Kiefer, damit der Hund nicht seine Zunge verletzt. Entfernen Sie alle Gegenstände aus der unmittelbaren Umgebung, wodurch sich das Tier verletzen könnte. Bewahren Sie Ruhe und verhindern Sie zusätzlichen Lärm (Radio/ Fernseher...).

Maßnahmen zur Linderung kann nur durch einen Tierarzt erfolgen.

 

Hitzschlag

Hunde sind sehr hitzeempfindliche Tiere, die ihre überschüssige Wärme nicht wie der Mensch durch Schweißdrüsen der Haut abgeben können. Hunde haben diese nur an den Pfoten und am Nasenspiegel. Hunde können ihre Körperwärme durch Hecheln regulieren, dabei wird das Maul geöffnet und die Zunge herausgehangen. Die Atemfrequenz kann dabei um ein vielfaches (bis 400 Atemzüge pro min) gesteigert werden. Das Tier atmet dabei flacher, um eine Sauerstoffuebersaettigung des Blutes zu verhindern. Die Wasserverdunstung kann Werte bis zu 200 ml pro Stunde erreichen. Diese muessen unbedingt wieder zugefuehrt werden. Kann das Tier seinen Wärmehaushalt nicht ausreichend durch das Hecheln regulieren, suchen einige Hunde kalte Flächen auf, befeuchten das Fell durch Belecken oder gehen ins Wasser (Verdunstungskälte).

Hat der Hund dazu keine Möglichkeit, steigt die Körpertemperatur (Hyperthermie) sehr rasch an. Das Tier wird unruhig, läßt die Zunge, bei gestreckten Hals, weit heraushängen. Gelegentlich ist zu beobachten, dass das Tier nervös nach Frischluft und nach kühlen Flächen sucht. Schon ab 40°C Koerpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf. Das Tier pumpt Blut von dem Körperinneren in die äußeren Körperteile, um es schneller abzukühlen. Bei sehr hohen Temperaturen hat dies zur Folge, dass lebenswichtige Organe weniger stark durchblutet werde, was in schlimmen Fällen zu einem Schockgeschehen führen kann. Steigt die Körpertemperatur über 43°C besteht akute Lebensgefahr für das Tier!!!

Die häufigste Ursache für einen Hitzschlag ist ein verriegeltes, in der prallen Sonne geparktes Auto.  Muß der Hund im Auto bleiben !?
Bedenken Sie, daß die Erde sich um die Sonne dreht.  Auto immer im Schatten abstellen Fenster/ Schiebedach öffnen (nicht nur einen Spalt) Wasser anbieten, Auto und Hund haeufig kontrollieren.

Massnahmen

Das Tier an einen kühlen und gut belüfteten Ort bringen (keine Zugluft). Das Tier leicht mit Wasser besprühen nicht kalt abduschen (Schockgefahr), an den Beinen anfangen, dann Bauch, Brust und zuletzt den Kopf, damit die Verdunstungskälte die Körpertemperatur sinken läßt. Sie können das Tier auch durch feuchte Tücher oder einen Eisbeutel (keinen direkten Kontakt – Frostbeulengefahr) auf den Kopf bzw. in den Nacken legen. Wasser anbieten, sofern das Tier bewußtlos ist sind Infusionen durch den Arzt notwendig.

Tierarztbesuch – Hitzschlag ist ein Notfall

 

Sonnenstich

Der Hitzschlag ist vom Sonnenstich abzugrenzen. Der Sonnenstich entsteht bei intensiver Sonnenbestrahlung von Schädel und Nacken. Dabei kommt es zu einer Wärmestauung im Bereich des Gehirns, wodurch die Blutzirkulation der inneren Organe, besonders des Gehirns beeinträchtigt wird. (Hirnblutungen). Diese Erkrankung ist je nach Fellstaerke seltener. Erste – Hilfe- Maßnahmen wie bei Hitzschlag

 

Unterkühlung

Die Symptome sind Muskelzittern, Desorientierung, Teilnahmslosigkeit, Bewusstseinseintrübung, bis zur Bewusstlosigkeit und Muskelstarre. Die Pupillen werde weit, der Puls und die Atmung sind kaum feststellbar. Als Maßnahmen empfehlen sich natürlich, das Tier unveryüglich in einen warmen (nicht überhitzten) Raum, das kann auch das Auto sein, zu schaffen. Packen Sie das Tier, wenn möglich in wärmende Decken oder Kleidungsstücke wie Mantel etc. Wichtig ist auch das Erwärmen des Nasenspiegels. Bewegungen des Tieres sind in der ersten 1/2 Stunde zu vermeiden, damit das kalte Blut aus den Extremitäten nicht in den Körperstamm zurueckfließt.

 

Erfrierungen

erscheinen im Fortgang fließend aus dem Stadium der Unterkühlung. Besonders gefährdet sind die Pfoten, die Ohren und besonders der Nasenspiegel, im weiteren die gesamten Extremitäten und Randbereiche des Körpers. Diese Körperteile werden allmählich gar nicht mehr durchblutet. Die Anzeichen sind zunächst Schmerzhaftigkeit später bis zur Gefühllosigkeit, blasse bis rote Farbe später Schwarzfärbung der betroffenen Hautpartien.
Kleine Bereiche können ambulant mit erhitzten Tüchern behandelt werden. VORSICHT, sind größere Bereiche betroffen, bitte keine Auftauversuche vor oder während des Transportes beginnen. Falls es dabei zum wiedergefrieren der angetauten Bereiche kommt sind schwerste Gewebeschädigungen zu erwarten.

 

Nasenspiegelentzündung

Dazu kommt es häufig im Vorfeld von Kälteschäden. Die Behandlung erfolgt mit Sulfonamid - Lebertransalben oder Zinksalben. Im Notfall hilft auch Lippenpomade. Vorbeugend ist ein einstreichen mit Vaseline zu empfehlen.

 

Insektenstiche und Bisse

Insekten (Bienen, Wespen, Hornissen) lösen durch ihre Stiche und Gifte lokale Entzündungsreaktionen des Körpers aus, die den ganzen Körper betreffen können. Insektenstiche sind sehr schmerzhaft und können unter Umständen eine Lebensgefahr für das Tier darstellen. Sticht das Insekt den Hund im Maul oder Rachenraum (Tier versucht Insekten zu fangen und verschluckt diese), kann es zu Schwellungen kommen, die die Atmung erschweren oder ganz verhindern. Auch bei Tieren kann es zu schweren allergischen Reaktionen kommen.

Anzeichen

Das Tier wird unruhig und beleckt sofort die Wunde.

Die Stichstelle erkennen Sie daran, dass das Tier sehr schmerzhaft reagiert, wenn Sie diesen Bereich betasten. Die Haut bzw. Schleimhaut um die Einstichstelle ist gerötet und meist geschwollen.

 

Erste Hilfe – Maßnahmen

Entfernen Sie, wenn möglich den Stachel mit einer Pinzette. Kühlen Sie die verletzte Stelle mit einem Eisbeutel oder Kühlakku (nicht direkt – Frostbeulengefahr) Eventuell Tierarztbesuch. Sie müssen nach jedem Insektenstich mit allergischen Reaktionen rechnen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Schockgeschehen kommen.

 

Magendrehung

Die Magendrehung ist eine lebensbedrohliche Verletzung, die in wenigen Stunden zum Tode des Hundes führen kann. Der Hund muß sofort zum Tierarzt gebracht werden.

Magendrehungen entstehen meist innerhalb der Stunden nach dem Füttern. Durch unglückliche Bewegungen (beim rennen, spielen, toben)kann sich der Magen drehen. Hierbei werden Mageneingang und -ausgang abgeschnürt, wobei es durch im Magen vorgehende Verdauungsprozesse (Gärung) zu einer Aufgasung des Magens kommt. Durch die Drehung werden auch die Blutgefäße, die den Magen, die Milz, sowie Teile des Dünndarmes versorgen, abgeschnürt, was zu einer dramatischen Verschlechterung der Kreislaufsituation führt. Vorwiegend sind große Hunderassen betroffen (Deutscher Schäferhund, Dogge, Berner Sennenhunde)

Anzeichen der Magendrehung

Plötzliches Aufblähen des Magens, sichtbar praller Bauchraum. Der Hund ist anfänglich sehr unruhig, hat starke Schmerzen, speichelt viel und versucht erfolglos zu erbrechen, würgt. Der Bauchumfang nimmt ständig zu. Klopft man auf die Bauchwand, hört es sich an wie eine Trommel. Der Hund leidet unter Atemnot. Es kommt zu einem Kreislaufversagen, der Hund wirkt sehr abgeschlagen und bewegt sich nicht mehr.

Vorbeugen einer Magendrehung

Den Hund nicht nur einmal täglich füttern sondern die Futterportionen auf den Tag verteilen. Nicht vor Taetigkeiten fuettern.
Nach dem Fressen Aufregung und große Anstrengungen vermeiden.

 

Magenüberladung

Bei der Magenüberladung kommt es durch Verdauungsprozesse im Magen zu einer Aufgasung des Magens. Gebildete Gase werden über Darm und Speiseröhre nur unzureichend abgeleitet. Der Hund kann zwar durch Erbrechen des Mageninhaltes seine Situation verbessern, sollte aber bei geringsten Anzeichen einer Umfangsvermehrung des Bauches einem Tierarzt vorgestellt werden, da eine Magendrehung nicht ausgeschlossen werden kann.

 

Schock (Volumenmangelschock)

ist ein lebensbedrohlicher Zustand !

Unter Schock versteht man die ungleiche Verteilung des Blutes zwischen dem Fassungsvermögen der Blutgefäße und dem zirkulierenden Blutvolumen. Es kommt zu einer unzureichenden Blutversorgung lebenswichtiger Organe (Gehirn, Nebenniere) und damit zu deren Funktionsstörung. Schock entsteht als Folge von Krankheit oder Unfall. Die Erkennung und die Behandlung von Schock muss bei Erste Hilfe – Maßnahmen immer an erster Stelle stehen.

 

Schockformen und deren Erkennung

Bei jeder Erkrankung oder Verletzung besteht die Möglichkeit, dass sich ein Schockzustand entwickelt. Kardiovaskulärer Schock (Herzversagen): Entsteht als Folge von Schädigung des Herzens (akute und chronische Herzerkrankungen)

Hypovolämischer Schock (Volumenmangel): Entsteht als Folge von starkem Blut- bzw. Flüssigkeitsverlust (äußere und innere Verletzungen, anhaltende Durchfälle, Erbrechen, Verbrennungen, Erfrierungen)

Septischer Schock tritt häufig bei Jungtieren als Folge von schwerwiegend bakteriellen Infektionen auf.

Anaphylaktischer Schock (Allergie): Entsteht als Folge von allergischen Reaktionen

Neurologischer Schock (Nervenstörungen): Entsteht durch starke Schmerzen oder Schädelverletzungen (Zerrung der Eingeweide, Quetschung der Hoden, extrem psychische Belastungen bei Unfällen)

Anzeichen

Die auslösenden Faktoren für einen Schockzustand sind zwar sehr verschieden doch sind die Symptome nahezu gleich, sie können einzeln oder in Kombinationen auftreten:

Besonders zu achten ist auf allgemeine Schwäche, Bewegungsunlust oder -unfähigkeit. Der Hund macht einen leicht abwesenden und geschwächten Eindruck. Es kommt zu Verlust des Stehvermögens, Durst, eventuell Erbrechen. Bei schweren Schockzuständen kann das Tier auch bewußtlos sein. Die Hauttemperatur ist herabgesetzt besonders an den Akren, die Schleimhäute (Zunge, Zahnfleisch) und die Haut sind blaß bis bläulich verfärbt (Zyanose). Der Hund atmet schnell und oberflächlich. Erhöhte Herzfrequenz

Erste Hilfe – Maßnahmen

Legen Sie den Hund auf die Seite (möglichst auf eine Decke). Ist das Tier noch in der Lage selbständig zu trinken, bieten Sie ihm Flüssigkeit an. (nicht bei bewußtlosen Tieren) Strecken Sie den Kopf des Tieres und achten Sie darauf, dass der Hund frei atmen kann (eventuell Zunge hervorziehen, Erbrochenes entfernen). Lagern Sie den hinteren Körperteil hoch (Polster unterlegen). Wickeln Sie das Tier in eine Decke, um es warm zu halten, oder verwenden eine Wärmflasche sofort! (Wärmeregulation des Körpers funktioniert nicht mehr). Versuchen Sie starke Blutungen zu stoppen.

Tierarztbesuch !

 

Durchgelaufene, wunde Pfoten

Diese Verletzung kommt häufig bei Überbeanspruchung vor, z.B. ungeübtes längeres Laufen auf Beton oder Asphalt. Vorbeugend kann man wiederholt einen Schutzfilm aus Flüssigverband oder Substanzen auf Acrylbasis auftragen. Behandlung erfolgt mit einem Pfotenverband der nicht zu eng angelegt werden darf. Nachfolgend Behandlung mit Bephanten® Salbe

 

Würmer im Darm

Der Befall mit Spul- und Hakenwürmern, aber auch mit Bandwürmern, ist sehr häufig.

Die erwachsenen Spul- und Hakenwürmer leben im Darm und geben Eier ab, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Die Eier sind so klein, daß sie mit bloßem Auge nicht erkannt werden können. Bei starkem Befall können die wie Spaghettinudeln aussehenden Spulwürmer auch im Kot sichtbar sein oder erbrochen werden. Die ebenfalls im Darm lebenden erwachsenen Bandwürmer geben - je nach Art entweder auch Eier oder ganze Glieder ab, die sich anfangs noch bewegen, später eintrocknen und wie Reiskörner aussehen. Aus den Eiern der Spul- und Hakenwürmer entwickeln sich Larven, die zum Beispiel durch Schnüffeln oder bei der Aufnahme verunreinigten Futters aufgenommen werden können. Bei Bandwürmern sind daneben auch rohes Fleisch, Mäuse, Ratten oder Flöhe wichtige Ansteckungsquellen.

Spulwurmlarven können sich im Menschen zu "wandernden" Larven entwickeln. Auch einige Bandwürmer des Hundes und des Fuchses (auch Hunde können vom Fuchsbandwurm befallen sein) können zum Teil sehr gefährliche Organschäden beim Menschen hervorrufen.

 

10 Tipps um Hunde und Menschen vor der Uebertragung von Wuermern zu schuetzen:

Entwurmung des Hundes:

Unter Entwurmen versteht man die Verabreichung eines oder mehrerer Medikamente gegen Würmer ("Wurmmittel"). Man kann regelmäßig in bestimmten Abständen entwurmen. Dabei weiß man aber nie genau, ob die Intervalle zu kurz oder zu lang sind, außerdem kennt man die zu bekämpfenden Wurmarten nicht. Besser ist es, Kotproben in der tierärztlichen Praxis untersuchen zu lassen. Es kann sinnvoll sein, an drei aufeinander folgenden Tagen je eine haselnussgroße Kotmenge zu entnehmen und gemeinsam untersuchen zu lassen, weil die Eiausscheidung nicht täglich stattfinden muß. Nach bestimmten Verfahren werden dann die Eier konzentriert und unter dem Mikroskop identifiziert. Auf diese Weise kann gegen die betreffenden Wurmarten gezielt und mit individuell abgestimmten Intervallen behandelt werden.

 

Rasche Entfernung von großen Geschäften im Gelände (Garten, Wege etc.).

Regelmäßige Reinigung von Zwingern, regelmäßiges Wischen und Staubsaugen in der Wohnung und Waschen von Tüchern, auf denen der Hund liegt.

Abwaschen der Eß- und Trinknäpfe nach jeder Mahlzeit.

Vermeidung der Fütterung rohen, ungekochtem Fleisches.

Bekämpfung der Flöhe.

Verhindern, daß der Hund gefundene Kadaver verzehrt.

Waschen der eigenen Hände (insbesondere vor dem Essen), nach der Gartenarbeit sowie bei Kindern auch nach dem Spielen im Sandkasten.

Dem Hund keine Küßchen geben und sich nicht von ihm durchs Gesicht lecken lassen.

Gründliches Waschen von Fallobst, bodennahen Früchten sowie von Gemüse aus dem Garten.

 Zwingerhusten

Ursache und Übertragung:
Anders als der Name vielleicht fälschlich vermuten läßt, können nicht nur im Zwinger gehaltene, sondern auch in Wohnungen lebende Hunde an Zwingerhusten erkranken. Als Erreger des Zwingerhustens kommen gleich eine ganze Reihe verschiedener Viren und Bakterien in Frage. Die Ansteckung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion, und schlagartig sind die meisten Tiere einer Hundegemeinschaft erkrankt. Man spricht dann von einer Entzündung des Kehlkopfs, der Luftröhre und der Bronchien.

Krankheitsanzeichen:
Die Tiere haben anfallartigen, trockenen Husten, und oft kommt zunächst klarer Nasenausfluß und eine Mandelentzündung dazu.

Vorbeugung und Behandlung:

Die erkrankten Hunde brauchen viel Ruhe, und sollten von anderen Hunden getrennt werden. Die Luft sollte warm, nicht zu trocken aber nicht stickig sein. Ein gegen Kälte von unten isolierter und gegen Zugluft abgeschirmter Liegeplatz sollte vorhanden sein. Nach 1-2 Wochen kommt es meist zur Ausheilung. Bei schwachen oder gestreßten Tieren kann es allerdings zu ernsthaften Komplikationen kommen. Man kann auch vorbeugend gegen einige der Zwingerhusten auslösenden Erreger impfen. Eine rechtzeitig durchgeführte Impfung' kann z.B. sinnvoll sein, wenn der Hund mit zahlreichen fremden Hunden in Kontakt kommt, z.B. auf Ausstellungen oder in Tierpensionen.

                       

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